Stalingrad-Enkel

Wer heute wieder für Krieg stimmt, der tötet die Gefallenen der Weltkriege ein zweites Mal

 

 


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Aufruf zur Mithilfe - Planungen

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31.01.2019, 13:49

Friedens-Stammtisch Ilmenau, 14-tägig ab 12. Februar 2019

Wir laden alle friedliebenden Menschen aus dem Ilm-Kreis zu unserem Stammtisch ein. Es geht dabei um einen Ideenaustausch, die Planung von zukünftigen Aktivitäten und auch allgemein interessierende Fragen Ort:...   mehr


31.01.2019

Feier zum 10. Jahrestag der Stalingrad-Enkel-Aktivitäten

Kaum zu glauben - vor 10 Jahren gab es unser erstes Plakat gegen die Kriegstreiberei in Afghanistan mit Bild von "Che" unter dem Titel: "Keine Deutschen Kreuzritter mit unseren Steuern!" Zu den Feierlichkeiten...   mehr


23.10.2018, 22:30

Planung Feierlichkeiten zum 76. Jahrestag des Sieges bei Stalingrad

Da unsere Merkel-Regierung es absolut vermeidet, an diesen Feierlichkeiten in Russland teilzunehmen, wollen wir hier vor Ort etwas tun. Geplant sind eine Feierstunde und ein Stand im Februar. Wer noch gute...   mehr


29.07.2017, 08:29

Standort-Suche für neue Plakate

Wir suchen mutige Bürger, die uns Plakat-Fläche an günstigen Standorten (gut sichtbar an Bundestraßen, neben Einkaufszentren..) für unsere Anti-Kriegs-Plakate zur Verfügung stellen. Auf öffentlichen Flächen...   mehr




 

 

Ablass-Handel für den Frieden

 

Ähnlich den früheren Ablass-Briefen der Katholischen Kirche möchten wir ab sofort

die Friedens-Ablassbriefe einführen. Man muss kein schlechtes Gewissen mehr haben, wenn man weder Zeit noch Mut für die eigentlich notwendigen Friedensaktivitäten aufbringen kann. Man reinigt sein Gewissen, indem man durch kleine finanzielle Spenden große Friedens-Projekte finanzieren hilft.

 

„Solang das Geld im Kasten klingt – die Seele in den Himmel springt“

 

Diesem alten Spruch der Kirche, um im Mittelalter wohlgefällig Geld für teure Kirchen-Projekte einzusammeln, möchte ich heute eine neue Bedeutung geben. Früher war die Deutung mit sehr bösen Assoziationen verbunden. Durch Angst vor der Hölle sollte dem armen Volk der letzte Groschen aus der Tasche gepresst werden.

 

Meine neue Deutung wäre folgendermaßen: Weit mehr als zwei Drittel der Bevölkerung sind für den Frieden. Das hört sich erst einmal sehr gut an. Doch am Ende tun nur sehr wenige Mitbürger etwas Konkretes für dieses edle Ziel – warum? Viele Menschen im täglichen Alltag sind so ins politisch dominierte System der Rüstungskonzerne eingebunden, dass sie sich gar nicht erlauben können, öffentlich dagegen zu protestieren. Mögen es der Arbeitgeber oder die Familie sein, die etwas dagegen haben, oder andere Hemmnisse sein, die uns zur politischen Anpassung zwingen. Durch die Politik des gläsernen Bürgers wird es sogar in Zukunft immer schwieriger werden.

Bei mir hätte es als jahrelanger Mitarbeiter in der Pharmazeutischen Industrie keine Woche bis zur Entlassung gedauert, wenn ich nur Teile der heutigen Friedensaktivitäten gemacht hätte.

In der Pharma-Werbung geht um ein milde Form des Lobbyismus, wo Ärzte für das firmeneigene Medikament dahingehend motiviert werden, dass sie sich am Ende einbilden, sie hätten genau dieses und kein anderes Medikament verschreiben wollen. Im Prinzip funktioniert das System ähnlich wie beim politischen Lobbyismus, mit dem unsere Parlamentarier von der Rüstungsindustrie umworben werden.

Wenn ich da auch nur an einer einzigen Friedensdemo teilgenommen hätte – nicht auszudenken, welche negativen Konsequenzen das für den Ruf der Firma gehabt haben könnte. Also waren mir die Hände gebunden. Gern hätte ich da ein paar Euros für eine solche Sache wie die Stalingrad-Enkel ausgegeben, um mein gutes Gewissen zu beruhigen.    

 

Ich gehe davon aus, dass es so wie mir vielen geht. Eine ganze Generation älterer Bürger – die den Weltkrieg gerade noch miterlebt haben – muss hilflos mit ansehen, wie alles wieder von neuem beginnt. Sie sind zwar aufgrund ihres Alters nach über 70 Jahren Kriegsende körperlich nicht mehr in der Lage, auf einer Demo ihren Unmut auszudrücken – mit unseren Stalingrad-Enkeln können sie diesen Service trotzdem organisieren (lassen). Wettrüsten, globale Kriege und nun auch Dinge im Nahen Osten, die nur vergleichbar mit dem Dreißigjährigen (Religions-) Krieg im Mittelalter sind, lassen uns am gesunden Menschenverstand unserer politischen Eliten zweifeln.  Auch die nächsten Generationen der Kinder und Enkel dieser Kriegsveteranen, die noch in ihrem Geiste erzogen wurden, ärgern sich über dieses Komplott der Rüstungsindustrien gegen die friedlichen Bürger. Jeder friedliche Bürger und Christ sollte und kann etwas gegen diesen Ärger tun, indem er unseren Verein unterstützt. Auch Neubürger mit ausländischen Wurzeln, die genau vor solchen Zuständen geflüchtet sind, sind gern aufgerufen, etwas dafür zu tun, dass es hier friedlich bleibt.

Insofern sind wir wieder bei diesem alten Spruch der Kirche angekommen. Es wird unser Karma ungemein steigern, wenn wir unser schlechtes Gewissen beruhigen können.